Taurin ist eine Aminosäure (Eiweissbestandteil), die der Erwachsene selbst herstellen kann. Säuglinge sind dazu noch nicht in der Lage und müssen deshalb Taurin mit der Nahrung erhalten. Taurin ist an vielen physiologischen Prozessen, wie z.B. der Aufnahme von Fetten beteiligt.
Anfangsnahrungen mit dem Zusatz „Pre“ enthalten ausschließlich Milchzucker (Laktose) als Kohlenhydratquelle und unterscheiden sich damit in der Kohlenhydratzusammensetzung geringfügig von der Muttermilch. Sie sind dünnflüssig und können nach Bedarf (ad libitum) gefüttert werden. Für die ersten sechs Lebensmonate werden Anfangsnahrungen mit dem Zusatz „1“ zur ausschließlichen Ernährung gesunder Babys angeboten. Sie enthalten außer Milchzucker auch andere Kohlenhydrate, z. B. Stärke oder Maltodextrine. Dadurch sind sie etwas dickflüssiger und sättigen besser. Sie sind in ihrem Nährstoffgehalt weitgehend der Muttermilch angepasst.
mit dem Zusatz „2“ sind eiweiß und mineralstoffreicher als Anfangsnahrung. Ab dem sechste Monat kann eine Folgemilch gegeben werden, um den gestiegenen Nährstoff- und Energiebedarf des Kindes zu decken.
Säuglingsanfangsnahrungen eignen sich sowohl zur ausschließlichen Ernährung eines Säuglings als auch zur Ergänzung, falls die Muttermilch nicht (mehr) ausreicht. Werden sowohl Muttermilch als auch Säuglingsanfangsnahrung gefüttert, spricht man von einer Zwiemilchernährung.
Da das Zufüttern mit einem Fläschchen die Milchbildung der Mutter verringern und das Trinkverhalten des Babys an der Brust verändern kann, sollten Sie sich vorab mit Ihrem Kinderarzt über die Notwendigkeit einer Zwiemilchernährung beraten.
So wie Ihr Baby seinen Ess-Rhythmus erst allmählich entwickelt, muss es auch seinen individuellen Schlafrhythmus finden. Lassen Sie sich daher von anderen Eltern nicht nervös machen, falls deren Kind schon durchschläft – jedes Kind ist anders.
Damit Ihr Kind nach dem Essen gut schläft, sollten sie es in ruhiger Atmosphäre füttern und danach möglichst immer aufstoßen lassen (Bäuerchen).

Wacht das Baby ohne erkennbare andere Gründe nachts auf, kann es sein, dass es nicht richtig satt geworden ist oder wieder Hunger hat. Manchmal quält es auch noch ein "vergessenes" Bäuerchen. Am besten Sie lassen Ihr Baby nicht lange schreien. Nehmen Sie es hoch und beruhigen Sie es zunächst. Dann stillen Sie nach Bedarf bzw. geben Sie ihm eine sättigende Flaschennahrung.
Spezielle Säuglingsnahrungen, die mit Maisstärke, Maltodextrin und langkettige Fettsäuren angereichert wurden, können dauerhafter sättigen. Dies wirkt sich vorteilhaft auf den Schlaf Ihres Säuglings aus. Hierzu eignen sich beispielsweise Novalac H 1 oder H 2, die auch als Dauernahrung gefüttert werden können.
Sicher haben Sie schon das Wort „Speikind“ gehört – es zeigt, dass manche Babys eben mehr spucken als andere. Normalerweise ist dies kein Grund zur Sorge. Spuckt Ihr Baby besonders häufig und größere Mengen seiner Nahrung wieder aus, gedeiht oder trinkt es schlecht, muss ein Kinderarzt untersuchen, ob es ein gesundheitliches Problem hat.
Falls Sie ein sonst gesundes „Speikind“ haben, behalten Sie Ruhe. Lassen Sie es öfter kleinere Mengen trinken und besonders sorgfältig aufstoßen.
In hartnäckigen Fällen sollten Sie Rücksprache mit dem Kinderarzt halten.
Auch gesunde Kinder können, wenn sie häufig spucken, eine spezielle Säuglingsnahrung mit Maisstärke erhalten. Dadurch dickt die Milch erst im Magen des Kindes und nicht im Fläschchen ein. Diese Säuglingsnahrung erleichtert zudem das Füttern, weil weniger Luft geschluckt wird. Zur Verfügung stehen Säuglingsnahrungen, die auch als Dauernahrung gefüttert werden können und einfach in der Zubereitung sind, wie z. B. Novalac S 1 oder S 2.
Stillen ist die natürliche und optimale Ernährung für ein Baby. Die Milch einer gesunden Mutter enthält nicht nur alle wichtigen Nährstoffe für das Kind, sondern auch eine ganze Reihe von Immun- und Abwehrstoffen, die es vor Infektionen schützen.
Damit das Stillen klappt, sollten Sie sich frühzeitig über die richtige Stilltechnik und Brustpflege informieren, z. B. in einem Säuglingspflegekurs. Aufregung, Ablehnung und Unkenntnis können zu Stillschwierigkeiten führen. Mit Ruhe und Geduld lassen sich diese Probleme jedoch meist lösen. Wenden Sie sich bei Stillproblemen getrost an eine Hebamme oder Ihren Kinderarzt. Denn wenn Sie einmal abgestillt haben, können Sie diesen Entschluss meist nicht mehr rückgängig machen. Es können jedoch nicht alle Babys gestillt werden. In diesem Fall ist Säuglingsanfangsnahrung die beste Alternative zur Muttermilch.
Kinderärzte empfehlen, mindestens vier, allergiegefährdete Säuglinge mindestens sechs Monate voll zu stillen.
Ab dem fünften bis sechsten Monat reicht der Energie- und Nährstoffgehalt der Muttermilch bzw. Säuglingsmilch nicht mehr aus, um alle Nahrungsbedürfnisse des Kindes zu decken, so dass die erste Beikost nötig wird. Von nun an bis zum Ende des ersten Lebensjahres erhält das Kind eine Kombination aus Beikost und Milchnahrung.
Beim Abstillen wird nach und nach eine Brustmahlzeit durch eine Flaschenmahlzeit ersetzt. Ab dem fünften Monat können Sie Ihr Baby allmählich daran gewöhnen, Nahrung mit dem Löffel zu bekommen. In dieser Umgewöhnungsphase brauchen Sie und Ihr Baby Zeit und Geduld.
Der Gesetzgeber billigt stillenden Müttern während der Arbeitszeit (zusätzlich zu den üblichen Pausen) eine Stunde täglich zu. Da das Kind in den meisten Fällen nicht am Arbeitsplatz ist, muss die Mutter in dieser Zeit Milch abpumpen, die das Kind später aus einem Fläschchen trinken kann (siehe Hygiene).
Ihr Kind bekommt die richtige Nahrungsmenge, wenn es nach der Mahlzeit zufrieden ist, gut schläft und sich normal entwickelt.

Als Faustregel für eine angemessene tägliche Trinkmenge gilt: In den ersten drei Monaten ein Fünftel von Babys Körpergewicht, danach etwa ein Sechstel.
Ein gestilltes Kind trinkt nach Bedarf (ad libitum) an der Brust. Es bestimmt also seine Trinkmenge selbst. Für Säuglingsmilchnahrungen gibt es Mengenempfehlungen auf der Verpackung. Meist werden anfangs sechs Fläschchen täglich gegeben, später vier bis fünf. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihr Kind die richtige Trinkmenge aufnimmt, beraten Sie sich mit Ihrem Kinderarzt.
Gestillte Babys haben manchmal nur alle drei oder vier Tage Stuhlgang, denn die Muttermilch wird fast vollständig vom Körper aufgenommen. Ernähren Sie Ihr Baby mit dem Fläschchen, sollte Ihr Baby einmal am Tag eine Stuhlwindel haben.
Die Hauptursache für Verstopfung im Babyalter ist eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr, z. B. weil das Kind zu wenig getrunken oder zu sehr geschwitzt hat. Auch eine verlangsamte Darmpassage oder eine falsche Dosierung bei der Zubereitung der Flaschennahrung kann zu Verstopfung führen. Eine verringerte Casein-Aufnahme kann eine Verstopfung dagegen günstig beeinflussen. Casein ist ein Bestandteil des Milcheiweißes.
In leichten Fällen bieten Sie Ihrem Baby öfter Flüssigkeit an und lassen es kräftig strampeln. Der Verzicht auf stopfende Lebensmittel wie geriebenen Apfel, Bananen und Karotten ist empfehlenswert. Bleibt der Stuhl länger aus oder wird der Bauch hart, sollten Sie mit Ihrem Baby sofort zum Kinderarzt gehen.
Die wichtigsten Vorbeugemaßnahmen sind eine geeignete Nahrung, ausreichendes Trinken und genügend Bewegung.
Für eine gute Verdauung und weiche Stuhlbildung gesunder Babys empfiehlt sich eine spezielle Säuglingsmilch, die im Caseingehalt angepasst wurde. Zudem stehen Säuglingsnahrungen wie etwa Novalac V 1 oder V 2 zur Verfügung, die den individuellen Ernährungs- und Verdauungslagen von Babys bestens angepasst sind und verdauungsfördernden Milchzucker (Laktose) sowie Magnesiumzusätze enthalten. Sie wurden speziell als Dauernahrung entwickelt und sorgen für einen weicheren Stuhl.
Nach der Geburt verliert ein Neugeborenes zunächst bis zu 10 % seines Geburtsgewichts. Nach ein bis zwei Wochen ist dieser Verlust wieder ausgeglichen.
Im Durchschnitt nimmt ein Baby 150 – 200 Gramm in der Woche zu. Babys wachsen nicht gleichmäßig, sondern in Schüben. Aus diesem Grund kann Ihr Baby also auch einmal mehr (bis zu 300 g) oder weniger (60 g) zunehmen.
Das Hervorbrechen der Zähne macht vielen Babys zu schaffen. Das Zahnen selbst führt jedoch weder zu Fieber noch zu Infektionen. Ist Ihr Kind in dieser Zeit krank, sollten sie es dem Kinderarzt vorstellen.
Ein im Kühlschrank gekühlter Gel- oder Beißring kann die Beschwerden etwas lindern. Zur Not gibt es in Apotheken kindgerechte Zahnungshilfen zum Auftragen auf den Gaumen, die örtlich leicht betäuben.
Wenn Ihr Kind in der Zahnungsphase vorübergehend schlecht isst, sorgen Sie dafür, dass es wenigstens genug trinkt. Probieren Sie aus, ob es lieber wieder ein Fläschchen möchte, oder ob es Brot-, Möhren- oder Obststückchen zum Kautraining annimmt.
Wenn Ihr Baby in der Zeit des Zahnens nicht gut schläft, helfen Sie ihm mit viel Geduld über diese schwierige, aber meist nur kurz anhaltende Phase hinweg.

Sollten Sie nicht stillen, ist die Zubereitung eines Fläschchens mit Säuglingsnahrung einfach und sicher – wenn ein paar wichtige Regeln beachtet werden: Sterilisieren Sie den Schnuller und die Flasche 10 Minuten lang in kochendem Wasser. Für ein exaktes Dosieren sollten Sie ausschließlich den Meßlöffel aus der Säuglingsmilch-Packung verwenden.
Messen Sie die benötigte Menge Milchpulver ab und geben Sie diese in ein steriles, trockenes Fläschchen. In eine Thermoskanne füllen Sie kochendes Wasser – so können Sie jederzeit eine Mahlzeit für Ihr Kind zubereiten.
Abgepumpte Muttermilch sollte nicht in der Mikrowelle erwärmt werden. Auch vom Erwärmen der Flaschennahrung in der Mikrowelle wird abgeraten. Da die Mikrowelle die Speisen unregelmäßig erhitzt, besteht die Gefahr, dass sich Ihr Baby verbrennt.
Grundsätzlich sollten Sie zur Zubereitung nur frisch abgekochtes (5 Minuten) Leitungswasser verwenden, das auf 40° C abgekühlt ist. Zur Herstellung von Babys Flaschennahrung ist Wasser geeignet, dessen Nitratgehalt max. 50 mg/l nicht übersteigt. Die Nitratmengen im Trinkwasser variieren regional stark. Informieren Sie sich daher unbedingt bei Ihrem Wasserwerk über den Nitratgehalt an Ihrem Wohnort. Liegt der Wert über 50 mg/l, weichen Sie auf Mineral- oder Tafelwasser mit der Aufschrift „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ aus, das Sie auf maximal 40° C erwärmen.
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